Redaktionelle Grundsätze

Diese Seite ist unsere öffentliche Zusage, an der man uns messen kann.

Wonach wir arbeiten

Muslimische Nachrichten arbeitet nach den anerkannten Regeln des Journalismus. Wahrhaftigkeit, sorgfältige Recherche, Quellenkritik, Fairness und die Achtung der Menschenwürde stehen über allem anderen. Wir orientieren uns am Pressekodex des Deutschen Presserats.

Richtigkeit geht vor Geschwindigkeit. Wir veröffentlichen lieber später als falsch.

Nachricht und Meinung

Jeder Beitrag ist eindeutig einer Textform zugeordnet — Nachricht, Bericht, Hintergrund, Analyse, Interview, Reportage, Porträt, Faktencheck, Kommentar oder Gastbeitrag.

Kommentare und Gastbeiträge sind als Meinungsbeiträge gekennzeichnet. Gastbeiträge geben nicht notwendigerweise die Haltung der Redaktion wieder.

Quellen

Wir stützen uns, wo immer möglich, auf Primärquellen: Behörden, Gerichte, Parlamente, Originalstudien, amtliche Statistiken, Dokumente im Wortlaut und unmittelbar beteiligte Personen. Bei wissenschaftlichen Aussagen greifen wir auf die Originalstudie zurück, nicht auf ihre mediale Zusammenfassung.

Angaben aus sozialen Netzwerken gelten uns nicht als bestätigt. Bei umstrittenen Sachverhalten prüfen wir mehrere voneinander unabhängige Quellen.

Quellen benennen oder verlinken wir nachvollziehbar im Text.

Vorwürfe und Konflikte

Wir unterscheiden zwischen bestätigter Tatsache, Aussage einer Person, Analyse und Meinung — und machen diesen Unterschied im Text kenntlich. Vorwürfe formulieren wir nicht als Tatsachen.

Bei schwerwiegenden Vorwürfen geben wir der betroffenen Seite vor der Veröffentlichung Gelegenheit zur Stellungnahme. Antwortet sie nicht, schreiben wir das.

Überschriften geben den Inhalt des Beitrags wieder. Zuspitzung, die den Inhalt verfälscht, lehnen wir ab.

Sprache

Wir vermeiden Formulierungen wie „die Muslime fordern“ oder „der Islam verlangt“, wo tatsächlich unterschiedliche Positionen bestehen. Statt dessen benennen wir konkret, wer etwas sagt.

Religiöse oder ethnische Zugehörigkeit erwähnen wir nur, wenn sie für den Sachverhalt tatsächlich von Bedeutung ist.

Fachbegriffe aus Theologie, Recht oder Wissenschaft erklären wir.

Bilder

Bilder dürfen keine falschen Zusammenhänge herstellen. Symbolbilder kennzeichnen wir als solche, KI-generierte Bilder ebenfalls.

Moscheen, Kopftücher oder betende Menschen setzen wir nicht als Symbolbild für jedes Thema ein, das Muslime betrifft. Unsere Bildsprache soll die tatsächliche Vielfalt muslimischen Lebens zeigen.

Künstliche Intelligenz

Wir nutzen KI-Werkzeuge für Recherche, Übersetzung, Transkription und Strukturierung. Sie ersetzen keine journalistische Verantwortung.

Fakten, Namen, Zitate, Zahlen, Studien und Gerichtsentscheidungen werden von Menschen überprüft. Kein Beitrag erscheint, ohne dass eine Person für ihn einsteht. Wo sich eine Information nicht verifizieren lässt, sagen wir das im Text.

Antimuslimischer Rassismus

Antimuslimischen Rassismus und Islamfeindlichkeit nehmen wir ernst und dokumentieren sie auf Grundlage überprüfbarer Fakten.

Zugleich prüfen wir entsprechende Vorwürfe journalistisch. Der Begriff darf nicht dazu dienen, sachliche Kritik an islamischen Institutionen, an theologischen Positionen oder an muslimischen Akteuren pauschal abzuwehren. Zwischen Religionskritik, politischer Kritik, Diskriminierung, Rassismus und strafbarer Hetze unterscheiden wir sorgfältig.

Fehler

Wir machen Fehler. Wenn wir einen bemerken oder darauf hingewiesen werden, korrigieren wir ihn schnell und sichtbar.

Wesentliche nachträgliche Änderungen kennzeichnen wir mit einem Korrekturhinweis am Beitrag. Wir verändern Artikel nicht stillschweigend so, dass eine frühere Fehlberichterstattung nicht mehr nachvollziehbar wäre.

Alle Korrekturen sind auf einer eigenen Seite gesammelt einsehbar.

Korrekturen

Hinweise an uns

Wenn Sie einen Fehler entdecken, schreiben Sie uns. Wir prüfen jeden Hinweis.

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